Irrelohe im Museum

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 02/05 vom 12.01.2005

MUSIK Eine Ausstellung im Jüdischen Museum zeigt den Komponisten Franz Schreker vor allem als einflussreichen Lehrer der Moderne. 

Man musste nicht unbedingt Jude sein, um von den Nazis als solcher gebrandmarkt, mit Arbeitsverbot belegt oder verfolgt zu werden. Der Komponist Franz Schreker (1878-1934) wurde zwar als Sohn des seinerzeit bekannten Hoffotografen Ignaz Schrecker geboren, der tatsächlich einer jüdischen Familie entstammte; die (im Judentum ausschlaggebende) Mutter allerdings, Eleonore von Clossmann, kam aus einem steirischen, christlichen Landadelsgeschlecht. Auch wenn sich Schreker selbst also mit gutem Grund nie zum Judentum bekannte, wurde er doch im ganz den "Nürnberger Rassegesetzen" verpflichteten, hetzerischen "Lexikon der Juden in der Musik" mit einem fett gedruckten (H) als "Halbjude" gekennzeichnet.

  Wohl auch deswegen widmet das Jüdische Museum in seiner auf mehrere Jahre angelegten Ausstellungsreihe "Musik des Aufbruchs" Schreker eine Schau unter dem Titel


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