Globalisierung sucht Subjekt

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 02/05 vom 12.01.2005

THEATER Die Figuren des Berliner Dramatikers Martin Heckmanns suchen einen Standpunkt und bleiben doch ziemlich wackelig. Jetzt wird erstmals in Wien ein Stück des vielseitigen Autors gespielt. 

Schmeiß dich in irgendeinen Kampf, so lange du noch einen Körper hast, heißt es in Martin Heckmanns Globalisierungsstück "Schieß doch, Kaufhaus!". Aber so einfach ist das Handeln dann doch nicht. Welcher Kampf und welcher Körper? Hat Globalisierungskritik überhaupt einen konkreten Ort? Und ist nicht auch der Körper längst als gesellschaftliches Konstrukt dekodiert? Man weiß ja: Das Allernatürlichste ist das Allerkonstruierteste. Und wir kennen die verquere Bedürfnisstruktur schon von René Pollesch: Die Firma hat sich in uns verflüssigt, und deshalb ist das Innerste zugleich das Äußerste.

  "Wie lassen sich die Verhältnisse ändern, die ich selber bin?", heißt es bei Heckmanns, der mit dem Auftragswerk "Schieß doch, Kaufhaus!" 2002 in der Kritikerumfrage von Theater heute zum


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