"Mauern machen mir Angst"

Kultur | GERHARD MIDDING | aus FALTER 02/05 vom 12.01.2005

FILM Der französische Regisseur Raymond Depardon dokumentiert in "10e chambre - Instants d'audiences" die Arbeit der Strafgerichtsbarkeit. Ein Gespräch über unbehagliche Autorität, die Vorteile der Schüchternheit und das Ethos des Filmens. 

Ursprünglich machte sich Raymond Depardon mit Fotoreportagen einen Namen - und der heute 62-Jährige übt den Beruf des Fotografen nach wie vor aus. In den Sechzigerjahren nahm er als Berichterstatter am Algerienkrieg teil. 1969 war er Mitbegründer der unabhängigen Fotoagentur Gamma (die er zehn Jahre später wieder verließ, um zu Magnum zu wechseln), im selben Jahr entstand sein erster Film: "Ian Palach" dokumentiert das Begräbnis des Titelhelden, der sich nach dem Einmarsch der Sowjets in Prag öffentlich verbrannt hatte. Seither hat Depardon über 35 Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilme realisiert, darunter Meisterwerke wie "San Clemente" (1980), "Faits divers" (1983), "Urgences" (1987) oder "La captive du désert" (mit Sandrine Bonnaire,


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