Hofiert und gefördert

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 03/05 vom 19.01.2005

NS-AUFARBEITUNG Der rote Akademikerbund BSA stellte sich seiner Vergangenheit - als Resozialisierungs- und Förderverein ehemaliger Nazis. 

Der eine war SSler, bei einer Einheit, die sich an den "Säuberungsaktionen" in Minsk beteiligt hatte. Der andere ab 1944 für das "Reichssicherheitshauptamt" tätig, das für die Planung und Durchführung des Holocaust zuständig gewesen war. Der Dritte hatte in Innsbruck einem der wichtigsten Kader des NS-Terrors angehört, der geheimen Staatspolizei.

  Das braune Trio machte auch nach dem Krieg rasch Karriere. Der ehemalige SS-ler Hans Biringer brachte es 1972 zum Polizeidirektor von Salzburg und blieb es bis 1985. Herbert Koller wiederum stieg 1961 zum Generaldirektor der Linzer Voest auf, bis Ende der Achtziger war er sogar Vizepräsident der Nationalbank. Und Ferdinand Obenfeldner, der Tiroler Gestapo-Mann, amtierte ab 1962 für mehr als zwei Jahrzehnte lang als Innsbrucker Vizebürgermeister.

  Die NS-Vergangenheit der drei Roten, die nach


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