FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 03/05 vom 19.01.2005

Das Leben ist unfair, die Fernsehwelt sowieso. Das kann man derzeit wieder gut an Harald Schmidt und Anke Engelke beobachten. Er kehrt nach seinem Abgang von Sat.1 und einem Jahr "kreativer Pause" braun gebrannt, langhaarig und bestens gelaunt mit seiner eigenen gepflegten ARD-Latenite-Show zurück (Mittwoch und Donnerstag, 23 Uhr). Sie hat es als seine Show-Nachfolgerin nicht geschafft, konnte nie ihr eigenes Profil finden, wurde ständig mit Übervater Schmidt verglichen und schon nach ein paar Monaten eiskalt abserviert. So was kann auch eine professionell gut gelaunte Komikerin fertig machen. Während Schmidt bei seiner ersten Show vor Weihnachten grandios fies wie eh und je über seinen ehemaligen Arbeitgeber witzelte ("Unterschichtfernsehen") und seine Rolle als der Paradeintellektuelle in der TV-Unterhaltung ganz selbstverständlich wieder einnahm, ist Engelke nur mehr ein Schatten ihrer selbst. Bei der Pro 7-"Golden Globes"-Gala gab sie eine hysterische, fahrige, peinliche Quatschtante - offensichtlich getrieben von der blanken Angst. Abgestempelt als Looserin. Tragisch.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige