Not eines Kritikers

FLORIAN KLENK | Medien | aus FALTER 03/05 vom 19.01.2005

GERICHT "profil" hat seinen renommierten Justiz-Redakteur Paul Yvon entlassen. Nun wird um Grundsätzliches prozessiert. 

Er war der Star unter den heimischen Gerichtsreportern. Wo andere mit dicken Schlagzeilen Monster und Bestien beschworen, versuchte profil-Reporter Paul Yvon der aufgeklärt modernen Justiz eine Stimme zu verleihen. Nun steht der ehemalige Präsident der Journalistengewerkschaft selbst vor dem Richter. In eigener Sache. Er kämpft gegen seine Entlassung. Denn er durfte die profil-Redaktion nach über zwanzig Jahren Dienstzeit nur noch unter Bewachung betreten. profil-Herausgeber Christian Rainer hatte gegenüber Yvon ein Hausverbot ausgesprochen. Yvon fühlt sich gedemütigt und missverstanden. Rainer hingegen ist sichtlich erleichtert, den Kollegen endlich vor die Tür gesetzt zu haben, und sagt: "Er kommt hier nicht mehr herein."

  Vergangene Woche fand vor dem Wiener Arbeitsgericht ein weiterer Prozesstag in der langen Auseinandersetzung zwischen Yvon und profil

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