DARWIN'S NIGHTMARE

Der Fisch und der Tod

MAYA McKECHNEAY | Kultur | aus FALTER 03/05 vom 19.01.2005

Zu Beginn von Hubert Saupers "Darwin's Nightmare" setzt ein Flugzeug zur Landung an. Am Ende des Films hebt ein anderes ab. Landen und Starten, Entladen und Beladen, Europa und Afrika, der Vorgang, um dem es in Saupers Dokumentarfilm geht - so viel wird schon aus den beiden rahmenden Einstellungen klar -, ist kontinuierlich wie der Auf- und Untergang der Sonne.

  Immer wieder wird der Regisseur im Verlauf des Films auf diese Kontinuität und ihre Hintergründe zurückkommen: "Was laden die Flugzeuge hier in Tansania?", fragt er seine Protagonisten mit investigativer Beharrlichkeit aus dem Off, und: "Was bringen sie aus Europa mit zurück?" Die erste Frage beantwortet ihm jeder am Viktoriasee: Die Flugzeuge laden Fisch, tonnenweise hochwertige Viktoria-Seebarschfilets, zum Verkauf nach Europa. Was sie dafür aber in Afrika lassen, wird erst klar, als sich ein russischer Pilot in Wodkalaune verplappert: Waffen. Material für den Bürgerkrieg in Angola und im Sudan. So ergibt sich die allegorische

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