Zuhause, nicht Heimat

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 03/05 vom 19.01.2005

FILM In "Things. Places. Years" sprechen zwölf jüdische Emigrantinnen aus Wien über ihre Vertreibung, die sie nach London geführt hat. 

Nächste Woche jährt sich die Befreiung von Auschwitz zum sechzigsten Mal. In Großbritannien ist der 27. Jänner offizieller "Holocaust Memorial Day". In Deutschland seit 1996 "Holocaust-Gedenktag". In Österreich ist der 27. heuer ein Donnerstag.

  Verstünde man sich hierzulande nicht so glänzend darauf, mit Geschichte ein Geschäft zu machen, wäre dieser Umstand kaum der Erwähnung wert. Denn zweifellos gibt es andere und sinnvollere Formen, sich mit der beschämenden Vergangenheit vor, während und nach dem Nationalsozialismus zu beschäftigen, als nach sechs Jahrzehnten der politischen und menschlichen Kaltschnäuzigkeit noch einen Gedenktag zu institutionalisieren.

  "Für mich ist jeder Tag meines Lebens ein Holocaust-Gedenktag", sagt eine der jüdischen Emigrantinnen, die Simone Bader und Jo Schmeiser für "Things. Places. Years" interviewt


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