Bad enough to be good

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 03/05 vom 19.01.2005

KUNST Das BA-CA Kunstforum zeigt einen Überblick über das vielschichtige Werk des New Yorker Künstlers Willem de Kooning, der die neue amerikanische Malerei miterfand. 

Es gibt Dosen, und es gibt Pinsel. Dosen malen nicht. Sie ragen nicht hervor. Stöcke und Pinsel malen", brüllt der betrunkene Maler Zack in John Updikes neuem Roman "Sucht mein Angesicht" seine Frau Hope an. Im Streit beschimpft er ihre Bilder als "pseudogegenständliche Kacke". "Es stinkt nach Landschaft", lästert der Maler, in dem man unschwer Jackson Pollock als Vorbild erkennen kann. Hope hieß in Wirklichkeit Lee Krasner, und der Malerfreund Onno de Genoog, "ein lieber, hart arbeitender Mann", war niemand anderer als Willem de Kooning, dem derzeit im BA-CA Kunstforum eine Ausstellung gewidmet ist.

  Es ist die erste größere Wiener Ausstellung des 1997 verstorbenen Malers, der nach dem Freitod von Mark Rothko 1970 der einzige noch lebende Heroe aus der ersten Generation der New Yorker Malschule war. Der aus


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