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Leistbarer Luxus

Stadtleben | aus FALTER 03/05 vom 19.01.2005

Durch ihre Billiglinien erreichen die Luxusrestaurants ein anderes und größeres Publikum, lasten die Mannschaft aus, bauen Schwellenangst ab. In der großen Welt absolut üblich, bei uns immerhin im Ansatz vorhanden:

Coburg Bistro, 1., Coburgbastei 4, Tel. 518 18-850, tägl. 12-24 Uhr.

Vom eher kargen Eingangsbereich des Palais Coburg (jetzt Weinbar) in den Wintergarten (vom Restaurantpublikum ohnehin nie akzeptiert) verfrachtet, kocht Küchenchef Lorenz Kumpusch fast wie Christian Petz, nur viel billiger (5 bis 10 Euro).

Korso Cabrio, 1., Mahlerstraße 2.

Leider Vergangenheit, Zukunft aber auch: Gerer für Arme. Im Schanigarten vom Korso gab's um vier und fünf Euro Gerers Kleingerichte, nach dem Umbau der Luxushütte (im Frühling) angeblich aber wieder Realität.

Meinl am Graben, 1., Graben 19, Tel. 532 33 34.

Na ja, nicht wirklich: das Café im Erdgeschoß, die Weinbar im Keller, die Sushibar im ersten Stock - alles gut, aber knapp vorbei. Also bleiben leider nur Beuschl und Gulasch von Joachim Gradwohl im Fach bei den Frischeiern.

Greißlerei Taubenkobel, Hauptstr. 27, 7081 Schützen, Tel. 02684/22 97-20, Mi-So 11.30-23 Uhr.

Idyllisch gestaltete Greißlerei gleich neben dem Taubenkobel. In der Vitrine liegen die etwas anderen Antipasti, es gibt edle Hausmannskost aus der Taubenkobel-Küche, allerdings zu normalen Preisen. Paradebeispiel!

WEIN - Und wieder soll das Hohelied des Blaufränkisch angestimmt werden, und es soll ein Lobgesang auf den Franz Weninger sein, der nicht nur gerade auf bio umstellt, sondern außerdem ein ganz großer Versteher des Blaufränkisch ist. Sein "Hochäcker" 2002 funkelt, duftet nach Marzipan mit Kirschfüllung und schmeckt wie echter, herber, guter Rotwein. Perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Preis: e 9,60

Bewertung: 4/5 (sehr gut), bei Pöhl, 4., Naschmarkt 167.


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