Leere Worte

RAIMUND LÖW | Vorwort | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

AUSLAND Die Neocons haben in Washington noch immer das Sagen. Der Preis: die Glaubwürdigkeit der USA. 

Kaum sind die Töne der zweiten Angelobungsansprache George W. Bushs verhallt, schickt der Präsident den eigenen Vater vor, um zu beruhigen. Keineswegs habe der Sohn mit dem Aufruf zum weltumspannenden Freiheitskampf eine dramatische Veränderung in der amerikanischen Außenpolitik eingeleitet, versicherte George Bush senior. Eine Menschenrechtsoffensive gegenüber den US-Verbündeten Ägypten oder Saudi-Arabien ist also ebenso wenig zu erwarten wie ein verstärktes Engagement für politische Gefangene in China. Auch das von Wladimir Putins Streitkräften verwüstete Tschetschenien darf nicht auf Fürsprache aus Washington hoffen. Die neokonservativen Ideengeber Charles Krauthammer und William Kristol ließen George W. Bush streckenweise zwar klingen wie einen revolutionären Abgeordneten von 1848, die praktischen Konsequenzen werden sich jedoch in Grenzen halten. Denn um jederzeit

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