Unterm Strich gefährlicher

Politik | JULIA ORTNER und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

PROSTITUTION Die Bewohner des 15. Bezirks protestierten so lange gegen den Straßenstrich, bis vor einem Jahr das Gesetz verschärft wurde. Nun leben die Anrainer ruhiger, die Huren riskanter. 

Frau Elisabeth, eine alte Hure mit goldenem Wienerherzen, gibt den "Drogenmadln" die Schuld. Die junge Sabi, die für die jeweils nächste Ladung Heroin oder Kokain im 15. Bezirk auf den Strich geht, macht "die Bullerei" verantwortlich. Die Polizei ist angehalten den Freiern das Leben schwer zu machen. Robert M., Stammkunde hinterm Westbahnhof, meint, es könnte dort friedlich zugehen, "hätten sich die Bewohner nicht so aufgepudelt". Anrainer Karl Heinz Rudolf wiederum ist froh darüber, dass er die vielen afrikanischen Prostituierten aus seiner Gasse los ist.

  Ein altes Problem, keine simple Lösung. Auf der Äußeren Mariahilfer Straße wird seit Jahrzehnten angeschafft. 200 Frauen gehen dort derzeit auf den Strich, im Sommer werden es wieder an die 400 sein. In ganz Wien gibt es mindestens


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