Kommentar

10 Jahre FM4: die einzige Alternative?

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

"Pure Vernunft darf niemals siegen", singen Tocotronic im Titelstück ihrer neuen Platte. Als Headliner des "10 Jahre FM4"-Fests lieferten sie dem Sender damit vergangenen Samstag kein unpassendes Geburtstagsständchen.

Bevor Angelika Lang, eine der zentralen FM4-Gründungsfiguren, am 16. Jänner 1995 kurz nach 19 Uhr die Geschichte des Alternativradios mit dem Beastie-Boys-Song "Sabotage" programmatisch startete, sprach sie in ihrer Begrüßungsmoderation davon, dass FM4 zu einem neuartigen Zuhause werden könne; einem Radio, das nicht nur das zweitbeste sein solle. Später beschrieb sie ihre ursprüngliche Intention damit, ein Radio zu schaffen, das berühren und eben kein Service- und um mögliche Ausschaltimpulse bereinigtes Hintergrundberieselungsprogramm senden solle.

Zehn Jahre später dürfte der Erfolg des gewiss nicht nur nach Vernunftkriterien geplanten Senders selbst die kühnsten Hoffnungen der Radiovisionäre übertreffen, die ein durch die damals bevorstehende Privatradioeinführung


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