Hundchen will Knochen

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

MUSIK Das Album "R&G" von Snoop Dogg zeigt HipHop in seinem ganzen Spektrum zwischen Glanz und Gosse. 

Keine Angst, er beißt nicht. In Wirklichkeit, so rappt Calvin Broadus alias Snoop Dogg gegen Ende von "R&G (Rhythm & Gangsta): The Masterpiece", sei er nämlich längst ein ganz braver, weiserer, besserer Mensch, pardon, Hund. Die Joints, die seine televisionär bestens beleuchteten Wege stets umnebeln, dürften heute also ungefähr so echt sein wie der Schnaps in der Flasche von Keith Richards.

  Aber was bedeuten in diesem Zusammenhang schon Begriffe wie "Wirklichkeit" oder "echt"? Schließlich arbeiten US-Rapper schon seit den Anfängen des HipHop einerseits daran, der tristen Realität der Gettos zu entkommen, wollen aber andererseits ihre Musik auch nach der Übersiedlung ins Penthouse möglichst "real" verstanden und entsprechend nahe am Geschehen der Straße angesiedelt wissen. Dort ist schließlich die von der Botschaft zu überzeugende junge Hörerschaft anzutreffen, die ihrerseits


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige