Müttersprache

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

MUSIK Bertl Mütter ist ein Virtuose der Erzählung auf Posaune und Euphonium. Demnächst stellt er gemeinsam mit dem Schriftsteller Josef Haslinger sein neues Album "Parlando" live in Wien vor. 

Bertl Mütter ist einer von den Lustigen. "Mit vorliegender CD sind keinerlei wie immer geartete Absichten verbunden", erklärt der Posaunist und Hornist im Begleittext seines neuen Soloalbums "Parlando" feierlich. Und weiter: "Sollte sich später einmal das Gegenteil herausstellen, so distanziere ich mich bereits heute ausdrücklich auch davon." Ob er sich mit den 25 frei improvisierten Stücken der Platte etwa auf die Spuren von John Cage und dessen indeterminierter Aleatorik machen wolle? "Nein, nein", sagt Mütter, "ich bin ja auch ein Schalk", und lacht wirklich.

  Natürlich musiziere er nicht ohne Absicht: "Ich möcht gern selber staunen können über all die Klänge, die es gibt. Man sagt ja ,Musik spielen' und nicht ,Musik arbeiten'. Das nehm ich wörtlich." Mütter ist ein Virtuose


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