Sex and the Circe

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

THEATER Geschwätzige Geliebte: Andrea Breth inszeniert Albert Ostermaiers Monolog "Nach den Klippen" im Akademietheater. 

Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte, war in Elfriede Jelineks erstem Theaterstück zu sehen. Was geschah, nachdem Odysseus sich mithilfe einer List aus den Fängen der männermordenden Circe befreit hatte, ist jetzt im Akademietheater zu erleben, wo Andrea Breth "Nach den Klippen" von Albert Ostermaier zur Uraufführung gebracht hat. Glaubt man dem 37-jährigen Lyriker und Dramatiker aus München, dann ist Circe heute noch am Leben - und immer noch nicht über den Verlust hinweg. Sie nennt sich Moly, hat viele Liebhaber und rechnet hinter jeder Straßenecke damit, den verflossenen Geliebten wiederzufinden. Vor allem aber redet sie ununterbrochen.

  "Nach den Klippen" ist ein Monolog in Form eines langen Prosagedichts. In drei Abschnitten rauschen die Sätze ohne Punkt und Komma dahin; wenn man für den Sound des Textes ein poetisches Bild finden wollte,


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