STREIFENWEISE

Kultur | DREHLI ROBNIK, MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

Ob Polarexpress oder Potter: Weiterhin boomen Kinderbuchverfilmungen, die von einer Aura des Grotesken und Gehobenen umflort sind. Da tut auch Jim Carrey mit. Anno 2000 diente ihm Dr. Seussens "Grinch" als Vorlage für eine One-Man-Show, jetzt macht er in Brad Silberlings Adaption eines Serienabenteuers von Daniel Handler aka Lemony Snicket seine schrillen Lazzi. In "Lemony Snicket's a Series of Unfortunate Events" liegt jedoch auch einiges Gewicht auf den drei bleichen, klugen Waisenkindern, denen Vormund Carrey nach dem Leben trachtet, und auf Nebenfiguren wie Meryl Streep als Paranoia-Tante sowie auf dem reizvollen Look schnörkeliger Apparaturen und düsterer Dekors. Der Film erinnert an die Designpreziosen eines Tim Burton und pocht doch vehement auf seine Herkunft aus der Literatur: Der Familienname der depressiven Kinder lautet Baudelaire, der ihres Finanzsachwalters Poe, eine von Jude Law gespielte Silhouette des Autors beim Schreiben rahmt die Story mit forcierter Ironie. Zu lesen


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