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Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

FOTOGRAFIE Die Albertina würdigt das Werk des Amerikaners William Eggleston, der die Farbfotografie zur Kunstform erhoben hat. 

Besonders farbig war die Fotografie auch dann noch nicht, als der Farbfilm schon längst erfunden war. Eine einzige frühe Publikation mit Farbfotos nennt die neue, im Phaidon Verlag erschienene Geschichte des Fotobuchs: Der dänische Fotograf Keld Helmer-Petersen gab 1948 den Fotoband "122 Colour Photographs" heraus; es sollte für ein Vierteljahrhundert ein einsamer Meilenstein bleiben. Erst mit amerikanischen Fotografen wie Stephen Shore oder William Eggleston begann das Dogma Robert Franks abzubröckeln, wonach "Schwarz und Weiß die Farben der Fotografie" seien.

  Shores Ausstellung "American Surfaces" (1972) in einer New Yorker Galerie und Egglestons Ausstellung "William Eggleston's Guide" (1976) im Museum of Modern Art waren gar nicht so weit von Helmer-Petersens Bildern aus den Vierzigerjahren entfernt. Wie der dänische Fotograf richten auch sie die


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