KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

Seit Jahren fährt das KunstHausWien gut mit Fotoausstellungen, die - erst recht, wenn Nackerte zu sehen sind - sichere Publikumsmagneten darstellen. Das ist mit der Schau der französischen Fotografin Bettina Rheims (bis 24.4.) nicht anders. Rheims wurde für ausgefallene Starporträts bekannt, die mal in die skurrile, mal in die erotische Richtung gehen. Als Modefotografin trug sie auch dazu bei, dass nicht mehr die Abbildung von Kleidung, sondern die Inszenierung des Körpers das Image einer Marke repräsentiert. In den Neunzigerjahren hat Rheims mit ihrem Bilderzyklus "INRI" die Kirche brüskiert, die eben nicht gerne ein weibliches Unterwäschemodell ans Kreuz genagelt sieht. Trotz solch entbehrlichen Sakralkitschs à la "Bible goes Radical Chic" ist die Rheims-Retrospektive einen Besuch wert. Schon allein das Porträt einer Sharon Stone, die sich in der feinen Schwarz-Weiß-Serie "Female Trouble" wie eine Raubkatze auf dem Fauteuil räkelt: Was hat die Fotografin Stone, Catherine


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