Die Witzebändiger

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 04/05 vom 26.01.2005

FASCHING Sechzigjährige Damen als Schulmädchen, Professoren als Pointenschleuderer, straff organisiert wie ein Bundesheerbataillon: Seit 27 Jahren sucht die Döblinger Faschingsgilde den Witz. Die traditionellste Gilde der Stadt hat nur ein Problem: Sie schaut ganz schön alt aus. 

Dö Dö bling bling! Wenn du ein echter Narr bist, darf dir so schnell nichts peinlich sein. Nicht der gewöhnungsbedürftige Gruß der Döblinger Faschingsgilde, nicht die Narrenkappe und auch nicht, wenn du halb nackig vor ein paar hundert Leuten einen auf "Schwanensee" machst. "Als Mitglied des Männerballetts, unserer 100-Kilo-Truppe, braucht man Humor, da sind wir schon sehr unbekleidet aufgetreten", erinnert sich Lothar Reitinger an große Zeiten. Seit 25 Jahren ist er Mitglied der Döblinger Faschingsgilde. Lange Zeit war er ihr Aushängeschild, der "Marktgraf von Döbling". Das Pendant zum Prinzen von der Villacher Konkurrenz.

  Der pensionierte Volksschuldirektor mit dem Rauschebart hat als Narr


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