Bescheidene Chance

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

AUSLAND Irak: Die Wahlen sind gelungen, aber zwischen Selbstfindung, Bürgerkrieg und zweitem Vietnam der USA ist alles möglich. 

Könnte es nicht sein, dass eine schlechte Politik und noch schlechtere Absichten doch zu positiven Resultaten führen? Diese Frage stellt der liberale Publizist Michael Ignatieff (vgl. Interview in Falter 3/05) aus Anlass der irakischen Wahlen in der New York Times. Das befürchtete Blutbad am Wahltag ist ausgeblieben. Zumindest Kurden und Schiiten sind in großer Zahl zu den Urnen gegangen, sie können jetzt eine Machtverschiebung zu ihren Gunsten erwarten. Bei einem Unternehmen von derartiger Bedeutung für die USA kann man nicht ausschließen, dass manche gute Nachricht der ersten Stunde sich im Nachhinein als übertrieben herausstellt. Aber aller verfrühten Schadenfreude in der europäischen und arabischen Öffentlichkeit zum Trotz ist den Besatzungsbehörden unter Aufbietung aller verfügbaren Kräfte die vor mehr als einem Jahr am Reißbrett des Weißen


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