"Ich habe losgepfaucht"

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

NS-AUFARBEITUNG Elisabeth Pittermann, Tochter des ehemaligen SPÖ-Vorsitzenden Bruno Pittermann, über die braunen Flecken der Partei, Ehekrisen in ihrem Elternhaus und warum man bei Interventionen nie sicher ist. 

Vor zwei Wochen legte der Akademikerbund der SPÖ, kurz BSA genannt, erstmals offen, wie die rote Vorfeldorganisation in der Zweiten Republik ehemalige Nazis hofiert und protegiert hat. Intern wirbelte der Bericht Staub auf: So legte etwa der ehemalige Wiener Bürgermeister Leopold Gratz ("zu einseitig") aus Protest seine Mitgliedschaft zurück. Die Studienautoren hatten unter anderem zutage gefördert, dass die ehemaligen SPÖ-Vorsitzenden Adolf Schärf und Bruno Pittermann, aber auch Bruno Kreiskys liberaler Justizminister Christian Broda für ehemalige NSDAPler interveniert hatten, um ihnen diverse Posten zuzuschanzen - egal, ob es sich dabei um einfache Mitglieder oder Angehörige von NS-Terrorganisationen handelte.

  Auch Elisabeth Pittermann, Exvizepräsidentin des BSA


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