Die neue Freiheit

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

WIRTSCHAFT Die EU will weniger Staat und mehr Wirtschaft. Deshalb dürfen tschechische Installateure bald hier arbeiten - und das zu tschechischen Bedingungen. Gewerkschafter warnen vor Lohn- und Sozialdumping. 

Multikulti am Arbeitsplatz: Empleados kriegen Lohn wie in Spanien, Employées orientieren sich am französischen Gehalt, der ZamesÇtnanec muss sich dem tschechischen Durchschnittssalär anpassen - auch wenn alle drei in Wien arbeiten. So soll der EU-weite Arbeitsmarkt in wenigen Jahren aussehen. Vergangene Woche präsentierte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sein 5-Jahres-Programm für die Union. Die Zeit für einen "mutigen Wechsel" sei gekommen, Europa müsse "die Last der Regulierung" und die Bürokratie verringern, erklärte der Kommissionschef.

  Für Gewerkschafter eine gefährliche Drohung. Denn was die Kommission unter dem sperrigen Titel "Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt" schon seit längerem plant, möchte Barroso bis 2010 umgesetzt wissen:


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