Ziviler dienen

Politik | STEFAN APFL | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

WEHRERSATZDIENST Die meisten empfinden den Zivildienst als verhunztes Jahr. Doch es geht auch anders - mit den richtigen Beziehungen oder Glück.

Die "Millionenshow" schauen, noch dazu auf RTL. Auch so kann der Zivildienst ausschauen. Peter Ritzenberger ist dem Wiener Integrationshaus zugeteilt, wo er im Projekt Caravan zwanzig minderjährige Flüchtlinge betreut. Günter Jauch soll ihnen beim Deutschlernen helfen. "Ich komme abends her, dann essen wir zusammen, machen Deutschaufgaben und sehen fern", erzählt der 32-Jährige. Drei Nächte die Woche verbringt er im Heim, nach dem Frühstück geht er nach Hause.

  Selbst wenn der Zivildienst nun bald auf neun oder gar sechs Monate verkürzt werden sollte (siehe Kasten) - ist die Arbeit langweilig und schwer, erscheint den Burschen auch ein halbes Jahr schon als Verschwendung ihres jungen Lebens. Natürlich sind Altenpflege, Behindertenbetreuung oder Krankentransport sinnvolle und gesellschaftlich wichtige Aufgaben, trotzdem reißen sich


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