Die Teufel von Oberwart

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

ROMA Zehn Jahre danach: vom Leben der Oberwarter Roma, die mit dem Trauma des Terroranschlags, aber auch mit den Geschichten ihrer deportierten Großeltern fertig zu werden versuchen. 

Sie haben ja mit einigem gerechnet. Dass die Journalisten, wie damals, einfach wieder in die Fenster hinauffilmen werden. Dass sie die Siedlung als schmutziges Ghetto heruntermachen. Das sie wieder das Gerücht verbreiten, dass die Roma in ihren Häusern Lagerfeuer machen. Das kannte man ja schon. Doch dann kam dieser ORF-Reporter und fragte, ob sich vielleicht vier Männer aus der Siedlung genau dort hinlegen könnten, wo einst die Leichen lagen. "Dem hätt ich fast einen Tritt gegeben", sagt Robert Karolyi, der sonst so höfliche Sprecher der Oberwarter Siedlung. "Wir lassen uns nicht mehr in den Dreck ziehen."

  Was sich hier geändert hat? Sehr viel. Die Politik hat ihre finanziellen Versprechungen eingehalten. Die Siedlung "Am Anger" wurde saniert und bunt gestrichen. Doch viele Angehörige der Ermordeten


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