Kein Griss um Gross

Medien | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

GEDENKJAHR Ein Spielfilm widmet sich der Geschichte rund um den NS-Arzt Gross und dessen Opfer Zawrel. Der ORF bewirbt den Streifen bescheiden. 

Die Handlung ist alles andere als erfunden, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht zufällig, sondern beabsichtigt: 1945 experimentiert ein NS-Arzt in der Kinderklinik "Am Spiegelgrund" mit jungen Patienten, eines seiner Opfer ist der zehnjährige Hans. Nach Kriegsende macht Doktor Mannhart dennoch Karriere - als Gerichtsgutachter. Seine früheren Verbrechen werden von einflussreichen Persönlichkeiten gedeckt, obwohl Hans, mittlerweile erwachsen und wegen seiner traumatischen Erfahrungen in der Kindheit mit dem Gesetz in Konflikt geraten, sich hilfesuchend an sie wendet. Stattdessen kommt es noch schlimmer: Hans wird von seinem ehemaligen Peiniger neuerlich untersucht und von ihm in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen.

  Die Wiener Filmemacherin Elisabeth Scharang und ihr Vater, der Schriftsteller Michael Scharang, haben die wahre


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