Kommentar

Intendantensuchen mit Mailath-Pokorny

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

Die Besetzung von Intendantenposten gehört, um es vorsichtig zu formulieren, nicht zu den Stärken des Wiener Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny. Nach der Posse um den Chefsessel in der Josefstadt - damals sprach sich eine Expertenkommission für Hermann Beil aus, worauf der Stadtrat überraschend Hans Gratzer aus dem Hut zauberte - wurde jetzt die nächste Pokorny-Panne bekannt. Wie das Wirtschaftsmagazin Format vorige Woche in einem schlampig recherchierten Text (in dem fast keine Jahreszahl stimmt) aufdeckte, hat Mailath-Pokorny mit dem Kärntner Regisseur Martin KusÇej schon vor Wochen über den Job des Wiener Festwochenintendanten verhandelt. KusÇej sollte die Nachfolge von Luc Bondy antreten, dessen Vertrag 2007 ausläuft.

Der Artikel löste im Kulturamt Panik aus. Statt eine der in solchen Fällen üblichen Floskeln zu gebrauchen ("kein Kommentar zu laufenden Verhandlungen" oder so), beeilte sich Mailath-Pokornys Büro, alles zu dementieren. Die Gespräche mit KusÇej seien


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