STREIFENWEISE

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

Von den Anfängen des Kinos an haben Weizen und Brot die Vorstellung der Filmemacher beschäftigt. Man denkt an Griffith, an Murnau, an den Russenfilm, doch "Bauch der Stadt" ist nicht unbedingt etwas für Cinephile. Vielmehr bietet die viertägige Filmreihe nur einen guten Vorwand, um grundlegenden Fragen über Globalisierung, Ernährung, Kochen, Architektur, Stadt und eben Kino nachzugehen. Ausschließlich dokumentarische Arbeiten stehen auf dem Programm, das Helmut Weihsmann zusammengestellt hat: darunter "Markt in Berlin" (Wilfried Basse, 1928), "Le sang des bêtes" (Georges Franju, 1948), "Werdegang des Brotes" (Werbefilm der Anker Brotfabrik, 1964) und "Fleisch und Wurst, woher kommen sie?" (Alfred M. Anders, 1983). Es gibt Vorträge, eine "Kochaktion" von Rolf Schwendter und ein Wiedersehen mit "Septemberweizen" von Peter Krieg: Ein hervorragender Dokumentarfilm aus dem Jahre 1980, gegen den sich die unreflektierte Betroffenheitsrhetorik manch aktueller Produktion doch ziemlich einfältig


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