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Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

MUSIK Auf "Innaron" kombiniert Annelie Gahl barocke und zeitgenössische Musik. Vom Erfolg der CD ist die Geigerin ziemlich überrascht. 

Vielleicht hängt es daran, dass die dramaturgisch geschickte Gegenüberstellung von Alter und Neuer Musik gerade irgendwie in der Luft liegt. Möglicherweise spielt es auch eine Rolle, dass im letzten Jahr der 300. Todestag von Heinrich Ignaz Franz Biber weitgehend ignoriert wurde. Auch die gelungene Aufmachung hat sicher nicht geschadet, aber der wichtigste Grund dafür, dass die CD "Innaron" von Annelie Gahl derzeit in der kleinen Welt der feinen Musik einen so großen Erfolg hat, ist ganz sicher der: Gahl ist eine gute Geigerin. Und sie hatte eine gute Idee.

  Ins Zentrum ihres selbst produzierten Solodebüts stellte die 39-Jährige die sogenannte "Schutzengelsonate", eine Passacaglia, die den krönenden Abschluss von Bibers "Mysteriensonaten" (1670) bildet. Biber, als Komponist und bedeutendster Geigenvirtuose seiner Zeit eine Art Paganini des


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