Spiegeleier at Tiffany's

Kultur | TEX RUBINOWITZ | aus FALTER 05/05 vom 02.02.2005

LITERATUR In "Fleisch ist mein Gemüse" erzählt der mittlerweile als Komiker bekannte Heinz Strunk sehr lustig von einer sehr trostlosen "Jugend". 

Heinz Strunk ist 1962 auf der falschen Seite der Elbe geboren und aufgewachsen, im trostlosen Hamburg-Harburg, im Schatten einer alles dominierenden Autoreifenfabrik. Seine "Landjugend mit Musik", auf die er im Untertitel seines autobiografischen Romans "Fleisch ist mein Gemüse" anspielt, ist eigentlich schon vorbei und Strunk bereits 23, allerdings genauso orientierungslos, isoliert und phlegmatisch wie jeder Adoleszentling. Hinzu kommt die Ausstattung mit einer verheerenden Akne und der Umstand, dass er mit seiner depressiven Mutter in einem winzigen "Zwergenhaus" wohnt. Dort brütet er halt so vor sich hin und "wartet einfach mal so ab, was passiert" - in der Hoffnung, eines Tages doch noch vierzig zu werden. Dann hätte er es wohl geschafft, was genau, weiß er allerdings nicht so recht. Einzig erkennbarer Lebensinhalt: rauchen, sich


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