Freundschaft, Kameraden!

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

KÄRNTEN Die Wörtherseebühne ist ein Millionengrab, der Klagenfurter Stadionskandal lässt Österreich um die Fußball-EM 2008 zittern, und die Kärntner Hypo Bank wird verpfändet. Kärntens SPÖ ist trotzdem begeistert und könnte sich Rot-Blau sogar auf Bundesebene vorstellen. 

Vor einem Jahr hätte er den Karawankenbär lieber auf dem SPÖ-Chefsessel gesehen. Denkt Gerhard Seifried hingegen heute an Parteichef Peter Ambrozy, Jörg Haider und Chianti, gerät der Bürgermeister von Wolfsberg ins Schwärmen. "Ich wäre absolut dafür, das Kärntner Modell in der Bundespolitik umzusetzen", sagt der Kärntner Sozialdemokrat, "während nämlich Schwarz-Blau dem Kapital dient, wäre Rot-Blau etwas Gutes für die Arbeitnehmer."

  Seit bald einem Jahr regieren Sozialdemokraten und Freiheitliche in Kärnten gemeinsam. Mit Chianti und "Freundschaft!"-Rufen besiegelten Rote und Blaue im März 2004 nach nur einer durchzechten Verhandlungsnacht im Klagenfurter Sandwirth ihren Koalitionspakt.


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