WIENER WAHL

Termingeschäfte

Politik | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

Die Stimmungslage der Wiener ist erforscht, die Konzepte werden gerade hektisch fertig geschrieben, die ersten Plakate sind bereits affichiert. Wozu die Eile? Bis zum 19. März 2006 wäre eigentlich noch über ein Jahr Zeit - das ist der reguläre Termin für die nächste Rathauswahl. Doch es schaut so aus, als würde Bürgermeister Michael Häupl die Wiener noch heuer um ihre Stimme bitten.

  "Wird die Nationalratswahl vorverlegt, bereiten wir auch die Vorverlegung der Wien-Wahl vor", drohte Häupl vergangene Woche. Dieses Szenario werde immer wahrscheinlicher, weil so, wie sich die Regierung derzeit aufführe, ätzte der Rote über Schwarz-Blau, könne sie ja gleich "einen permanenten Krisenstab einsetzen". Und sein Stratege Harry Schranz fügt hinzu: "Wir sind professionell vorbereitet. Aus dieser Sicht ist es für uns gleichgültig, ob wir im Mai 2005 oder im März 2006 wählen."

  Aus Häupls Sicht sprechen drei Gründe für 2005. Erstens: Je früher in Wien gewählt wird, desto


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