Franz rettet die Welt

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

COMEBACK Der einstige Briefbombenverdächtige und Neonazi Franz Radl kandidiert als Politiker. 

Etwas mehr als zehn Jahre ist es her, da hielten manche den schrulligen steirischen Pianisten sogar für das Briefbombenhirn. Das war Franz Radl erwiesenermaßen nicht. Als Neonazi und Handlager des Neonazis Gottfried Küssel hatte ihn die Justiz dennoch zu drei Jahren Haft nach dem Verbotsgesetz verurteilt - und auf Bewährung entlassen.

  Franz Radl, der begnadete Pianist, war eben nicht nur Wahlhelfer der FPÖ, sondern auch Kandidat der Liste "Nein zur Ausländerflut", Verleger der Neonazizeitschrift Gäck und Leugner des Holocaust. In Graz verteilte er Flugblätter, auf denen die Gaskammern als Attrappen bezeichnet wurden. Danch wanderte er in Haft.

  Jetzt ist Franz Radl wieder politisch aktiv, und seine Geschichte wiederholt sich als provinzielle Farce. Radl will nämlich Bürgermeister von Fürstenfeld werden, sammelt deshalb Unterstützungsunterschriften und will von seiner Heimat


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige