WIENZEUG

Politik | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

Auf der Suche Wochenlang wurden Beamte des Justizministeriums von den Wiener Freiheitlichen und der Kronen Zeitung geprügelt: "Linkslinke Utopisten aus der Broda-Ära" würden es doch glatt wagen, ein "Mörderhaus" mitten in die schönste Wohngegend zu stellen. In Wahrheit ging es nicht um ein Haus für Mörder, sondern um ein betreutes Wohnprojekt für entlassene, psychisch kranke Häftlinge in der Grünbergstraße. Die Kranken sollten nach der Haft nicht einfach auf die Straße gesetzt werden, sondern unter fachmännischer Betreuung wieder in die Gesellschaft integriert werden. Hinter dem Projekt stand der angesehene Verein Wobes. Auf Druck ihrer Parteifreunde hat Justizministerin Karin Miklautsch das Projekt vergangene Woche gestoppt. Bald dürfte es allerdings wieder Wickel mit den blauen Scharfmachern geben. Miklautsch sucht jetzt nach einem neuen Haus, um das Projekt doch noch durchziehen zu können. "Sonst", erklärt ein Beamter des Justizministeriums, "stehen die Menschen völlig


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