Onlinestandards setzen

Medien | WOLFGANG LUEF | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

JUBILÄUM Vor zehn Jahren ging "derStandard.at" als erste deutschsprachige Onlinezeitung ans Netz. Die Chronologie einer Erfolgsgeschichte. 

Am Beginn stand eine "Beislpartie", heißt es heute. Und auch eine Kette von Zufällen. Drei Archivare des Standard - angeblich "für ihre Trinkfestigkeit bekannt" - erstellten 1994 nach Feierabend in der Bierklinik ein Konzept, um die Tageszeitung ins Netz zu stellen - so wie man es bis dahin nur von US-Medien kannte.

  Die drei Onlinepioniere waren Gerlinde Hinterleitner, Sascha F. Zeller und Klaus Weinmaier. Doch die Belegschaft des Standard war von den Plänen des Trios anfangs nicht begeistert. Die Chefredaktion antwortete zunächst nicht einmal auf ihren Vorschlag. Nach einigem Bohren machte sie dann doch 10.000 Schilling locker. Und so ging die kleine Mannschaft ans Werk. "Unsere Computerkenntnisse beschränkten sich damals darauf, ein Word-Dokument öffnen und speichern zu können", gesteht Hinterleitner heute. "Aber wir wussten, dass das


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