Kommentar

Der sinnlose Wettbewerb der Museen

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

Das Warten geht weiter. Für Mitte Februar waren von der zuständigen Ministerin Elisabeth Gehrer die Ergebnisse einer Museumsstudie angekündigt worden. Sie soll die Arbeit der Bundesmuseen bewerten und dabei helfen, die Arbeit der Institutionen in Zukunft klarer bestimmen zu können. Die Gutachter wurden von den Museen selbst vorgeschlagen, sodass mit einem milden Urteil gerechnet werden kann.

Aber auch ohne Studie steht längst fest: Die staatlich finanzierten Museen befinden sich in einem idiotischen Wettbewerb, in dem die Direktoren ohne Rücksicht auf Verluste ihre Ausstellungsprogramme durchdrücken. Letztes negatives Beispiel war der Wettlauf um die Kundschaft, die die Bilder des Peter Paul Rubens sehen wollte. Nach der Albertina zeigten weitere drei Museen Werke des Barockmalers.

Die streitbaren Strategen sind indes nicht untätig und verkürzen die Wartezeit auf das große Schulterklopfen (das Ergebnis der Studie liegt ihnen bereits vor) mit Klagen über eingebildete und wahre Wehwehchen.


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