ADAM GREEN, DER DICHTER

Wie geht Poesie?

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

Nun hat ihn auch Harald Schmidt qua Einladung in seine Show geadelt: ein weiteres Indiz dafür, dass Adam Green endgültig zu Everybody's Darling in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen avanciert ist. Eigentlich logisch: Wer in seinen Texten derart Schweinisches von sich gibt, gleichzeitig süß rüberkommt und auch noch irgendwie tiefgründig künstlerisch wirkt, wer diese Frisur trägt und es schafft, aufgepeppte Neuinterpretationen des Liedguts von Jonathan Richman so bedeutsam wie Bob Dylan klingen zu lassen, den darf man bis auf Weiteres getrost als Stimme der bislang kaum besungenen Generation Y verstehen.

  Wenn Green nun auch noch parallel mit seinem neuen Album "Gemstones" ein Buch veröffentlicht, wittern Berufszyniker allzu schnell einen teuflischen kommerziellen Masterplan. Doch allein die Tatsache, dass das schmale Bändchen namens "magazine" nicht im knallbunten Programm von Kiepenheuer & Witsch, sondern im ehrwürdigen Suhrkamp Verlag - noch dazu in der weniger funkigen,

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