Zeit, Fluss, Zone

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

MUSIK Markus Hinterhäuser und Tomas Zierhofer-Kin, das spannendste Intendantenduo des Landes, gehen ab sofort getrennte Wege, wie sie verschiedener kaum sein könnten. Ein Nachruf samt vielversprechenden Aussichten. 

Schnee am 1. August. Seltsame Sphärenklänge aus allen Himmelsrichtungen. Einen ausgewachsenen Muskelkater. Das Intendantenduo Markus Hinterhäuser und Tomas Zierhofer-Kin hat seinem Publikum oft weit mehr als das klassische Musikerlebnis im konventionellen Konzertrahmen beschert. Die Uraufführung von George Lopez' Stück "Traumzeit und Traumdeutung" auf dem schneebedeckten Kitzsteinhorn im Hochsommer 1999 mag dafür ein besonders ausgefallenes Beispiel sein. Aus dem Rahmen ihres Festivals Zeitfluss aber fiel es nicht.

  Mit dem Zeitfluss, zwischen 1993 und 2001 biennal unter dem Dach der Salzburger Festspiele veranstaltet, sind Hinterhäuser und Zierhofer-Kin bekannt geworden: für durch und durch zeitgenössische Programme, die das angestammte Terrain der Neue-Musik-Avantgarde


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