Sag's mit Blumen

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

THEATER Wenn der Sommer nicht mehr weit ist: die harmlose und gedankenfreie Nestroy-Inszenierung "Zu ebener Erde und erster Stock" im Burgtheater. 

Das Glück ist ein Vogerl, aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Und eine Reichenau-Inszenierung erst recht nicht. Regisseur Anselm Weber versucht trotz kalter Wintertage, so etwas wie Sommertheaterfeeling ins Burgtheater zu zaubern. Nestroys Lokalposse "Zu ebener Erde und erster Stock" wird à la Reichenau serviert: wenig Regietheater und dafür viele Stars, die singen, spielen und "präsent" sind.

  Dabei fängt es gar nicht unambitioniert an: Die Bühne (Hermann Feuchter) ist schlicht und funktional zweigeteilt; oben bereiten die Neureichen eine Party vor, unten herrschen bittere Armut und Trainingsanzugtristesse (später werden die Kinder mit Pappkartontransparenten für Suppe, Pizza, Nudeln und Pommes demonstrieren). Noch bevor viel geredet wird, wird lange gesungen. Otto Lechner und seine Band greifen in die Tasten; Nestroy hat


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