Der Regisseur denkt

MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

FILM Aufklärungsfilm und Melodram, Krimi, Operette und Ausstattungsfilm: Das Filmarchiv Austria zeigt das Werk von Richard Oswald. 

Nicht kleckern, klotzen" lautete sein Motto. Richard Oswald (1880-1963) war gebürtiger Wiener und ein Mann fester Überzeugungen. "Ich bin dafür, dass der Schauspieler beim Film nicht denken darf", diktierte er 1919 dem Berliner Film-Kurier. "Er soll sich frei geben. Der Regisseur denkt für ihn." Und hat, oft genug Regisseur, Drehbuchautor und Produzent in Personalunion, mehr als 120 Filme gemacht.

  Der weitaus größte Teil seines Ruvres entstand im Berlin der Zehner- und Zwanzigerjahre. Inflationskino, für einen wie Oswald hatten Filmemachen und Geldentwertung ungefähr dasselbe Tempo. Behände wechselte er zwischen den Genres - vom Aufklärungsfilm übers Melodram, den Detektivfilm, die Operette bis zum Ausstattungsfilm (und wieder zurück) -, so er sie nicht überhaupt selbst neu erfand. Als gelernter Reklamefachmann wusste er, wie man Filme verkauft:

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