Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

Sex

SMS für mich (2) Wie viel Information, Gefühl und Witz in eine winzige SMS gepackt werden können, ist immer wieder erstaunlich. Nehmen wir zum Beispiel einen der schönsten Texte aus meinem Handyspeicher: "Du fehlst mir wahnsinnig. Habe viel Bier getrunken." In diesen acht Wörtern ist alles enthalten, was ich an der Absenderin (übrigens keine Alkoholikerin!) geliebt habe. Abgesehen davon, finde ich die Vorstellung, dass Frauen aus Sehnsucht Bier trinken, grundsätzlich entzückend. Der SMS-Schreiberin aber fehle ich seit längerem nicht mehr, und wenn sie einen Schwips hat, dann ist das nicht mehr mein Bier. Prost! W. K.

Fussball

Wuchtel-Theater Im Burgtheater habe ich noch nie einen Fußballer gesehen, aber in Kabarettlokalen sind mir dieser Tage gleich vier Exnationalspieler über den Weg gelaufen. Die frühere Rapid-Kampfmaschine Karl Brauneder besuchte im Vindobona das neue Hader-Programm; bei Michael Niavarani und Viktor Gernot im Simpl waren mit Hans Krankl, Herbert Prohaska und Peter Stöger gleich drei prominente Vertreter der Kickergilde anwesend. Warum Fußballer lieber ins Kabarett als ins Theater gehen, liegt auf der Hand: Diese Herren sind auf Du und Du mit der Wuchtel. W. K.

Mädchenzimmer

Meine beste Freundin (7) Generell sind wir keine großen Aufreißerinnen. Aus Bequemlichkeit, weil die Männer das Braten meist eh alleine erledigen. Wenn meine Freundin und ich es aber mal wissen wollen, ist uns nichts zu peinlich. Wie auf dem Konzert dieser US-Onehitwunderknaben. Ich: "Ich nehm den Sänger." Sie: "Ich den Gitarristen, der sieht aus wie Keanu." Danach standen wir stundenlang blöd vor der Bühne rum, überlegten uns ungeschickte Anmachsprüche ("Magst du europäische Frauen?") und trauten uns natürlich nicht Backstage. Dann gingen wir ins rhiz und trafen Thomas Kramar. J. O.


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