Perlen ohne Schutz

Stadtleben | CHRISTINA HÖFFERER | aus FALTER 06/05 vom 09.02.2005

PUTZFRAUEN Österreichische Haushalte sind ein riesiger Schwarzmarkt. Putzfrauen aus den Nachbarländern reinigen hier ohne Versicherungsschutz. 

Was, wenn sie beim Fensterputzen von der Leiter fällt und sich verletzt? Diese Frage ist der serbischen Putzfrau Sandra direkt unangenehm. "Gott sei Dank war ich noch nie krank, seitdem ich in Österreich arbeite", sagt die 35-Jährige. Sie sitzt in einer Konditorei, kommt gerade von der Arbeit. Aus einem der Privathaushalte, in denen sie einmal die Woche putzt. Seit acht Jahren arbeitet Sandra als Putzfrau in Österreich, fünf Tage die Woche. Einen Arztbesuch oder einen Krankenhausaufenthalt müsste sie aus eigener Tasche bezahlen. Sozialversichert ist sie weder in Serbien noch in Österreich.

  In Österreich will man den Putz-Schwarzmarkt jetzt mit Dienstleistungsschecks bekämpfen. Sandra würden die Schecks allerdings nichts nützen, denn ohne Arbeitserlaubnis kann sie diese nicht einwechseln. Die Schecks sollen ab Herbst in Trafiken


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