Wunschdenken?

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 07/05 vom 16.02.2005

AUSLAND Es gibt wieder Hoffnung im Nahostkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Ist sie berechtigt? 

Fast scheint es eine zyklische Bewegung zu sein. Auf Jahre ungebremsten Wahnsinns folgt im Nahen Osten doch immer wieder eine Phase der Vernunft für beide Völker. So kam nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973, der die Welt an den Rand eines Atomkrieges brachte, Sadats Reise nach Jerusalem und der bis heute ungebrochene Friede zwischen Israel und Ägypten. Auf die erste Intifada, in der der spätere Friedenspolitiker Jitzhak Rabin seine Soldaten anhielt, den Palästinensern die Knochen zu brechen, folgte nach vielen Umwegen das Osloer Abkommen und der Einzug der PLO nach Palästina. Jetzt hat der Tod des so erfolgreich dämonisierten Jassir Arafat beiden Seiten die Chance gegeben, aus der blutigen Spirale von Anschlägen und Gegenanschlägen auszubrechen. Der Waffenstillstand zwischen Ariel Sharon und Mahmoud Abbas beendet die nach dem Zusammenbruch der Clinton'schen Vermittlungsbemühungen


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