Wer gibts billiger?

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 07/05 vom 16.02.2005

KOMMENTAR Verschärfung des Steuerdumpings oder einheitliche Gewinnbesteuerung - wofür soll die EU eintreten? 

Der Wettbewerb um niedrige Steuern für Unternehmen ist voll entbrannt. Dafür hat vor allem die jüngste Erweiterung der EU gesorgt. Die neuen Mitgliedsländer versuchen, mit attraktiver Steuergesetzgebung ihre Standortnachteile bei der Infrastruktur auszugleichen und Investitionen ausländischer Unternehmen anzulocken. Die Slowakei stellt den niedrigen Gewinnsteuersatz von 19 Prozent erfolgreich in die Auslage, in Estland werden nicht entnommene Gewinne überhaupt nicht mehr besteuert. Die niedrigen Steuersätze in den Beitrittsländern werden in den alten EU-Ländern von Unternehmerverbänden genutzt, um auch hier weitere Entlastungen zu fordern. Andernfalls sei der Standort gefährdet, mit Abwanderung wird gedroht.

  Österreich hat mit der Senkung des Körperschaftsteuersatzes auf 25 Prozent und weiteren Steuerzuckerln eine Vorreiterrolle im EU-Steuersenkungswettlauf übernommen.


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