Zerstört und verstrickt

Medien | FRITZ HAUSJELL | aus FALTER 07/05 vom 16.02.2005

GESCHICHTE Warum der Journalismus in Österreich nach dem Krieg nicht mehr das wurde, was er einmal war: Von den braunen Flecken in Österreichs Medien. 

Haben Austrofaschismus und Nationalsozialismus die journalistische Kritik nachhaltig zerstört? Nein, denn der ins Exil vertriebene Journalismus wurde dort zum Teil recht lebhaft weiterbetrieben. 167 österreichische Exilzeitschriften wurden im Ausland ediert. Und in Österreich selbst? "Ständestaat" und NS-Herrschaft haben die besten Kräfte des Journalismus aus Österreich vertrieben. Else Feldmann, Bruno Frei, Egon Erwin Kisch, Anton Kuh, Käthe Leichter, Klara Mautner, Alfred Polgar, Marianne Pollak, Oscar Pollak, Joseph Roth, Therese Schlesinger, Daniel Spitzer: Sie alle galten nach den rassistischen Definitionen der Nationalsozialisten als Juden. Sie wurden vertrieben oder ermordet. Der Journalist Max Winter musste Österreich 1934 verlassen, weil er Sozialdemokrat war.

  An der Vertreibung der Journalisten war ab 1933/34 vor


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige