Die Parallelaktion

Kultur | MATTHIAS DUSINI, CARSTEN FASTNER und WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 07/05 vom 16.02.2005

GEDENKJAHR 2005 Die von der Regierung in Auftrag gegebene Gedenk-Eventreihe "25 Peaces" sorgt für Aufregung, noch ehe sie begonnen hat. Aber kann man heute überhaupt noch öffentlich erinnern lassen, ohne peinlich zu werden? Und wie hat man das früher gemacht? 

Schon der Name ist verräterisch. "25 Peaces" nennen Wolfgang Lorenz, Eberhard Schrempf und Georg Springer jene 25 von ihnen konzipierten Projekte, mit denen sie "die bestehenden offiziellen und offiziösen Vorhaben" des politischen Gedenkjahres 2005 im öffentlichen Raum ergänzen wollen. Englisch also, als ob es dabei weniger aufs Erinnern der eigenen Geschichte als vielmehr auf die internationale Vermarktbarkeit der Aktion ankäme - so wie bei einer der touristischen Hauptattraktionen des bevorstehenden Gedenkjahres 2006, dem "Mozarthaus Vienna".

  Vielleicht denken Lorenz und Co ja auch gar nicht ans Tourismusgeschäft mit der Vergangenheit. Vielleicht sind ihre "25 Peaces" nur Ausdruck schwarz-blauer Kulturpolitik, die


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