Die Miserablen

MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 07/05 vom 16.02.2005

KUNST Die Wiener Off-Szene versammelt sich zu einer Gemeinschaftspräsentation im Künstlerhaus. Die alternative Kunstmesse "update" gerät zu einer unfreiwilligen Hommage an den geschmähten Kunstbetrieb. 

Es kann eigentlich nur einen Platz in Wien geben, wo sich folgendes Szenario abspielt: In leeren, schlecht beheizten Räumen schraubt ein junger Mann an einem kaputten Roboterarm herum. Eine mit Plastikfell ausgekleidete Box, die an ein Schrebergartenhaus auf dem Mars erinnert, entpuppt sich als Mini-Club mit DJ-Konsolen. Ventilatoren surren an einem von der Decke hängenden Riesentamagotchi, monotone Interviewstimmen dringen aus mit Caritas-Möbeln bestückten Videolounges.

  Sie wissen noch immer, welcher Ort gemeint sein könnte? Also: Die Künstler heißen hier nicht Künstler, sondern Labels. Was sie machen, ist auch nicht Kunst im engeren Sinn, sondern ein "Prozess", der "Netzwerke" bildet. Sie nennen sich nrzs, fritz fitzke, Grischinka Teufl oder, auch das ein Pseudonym, Georg

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