Wegweisend?

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 07/05 vom 16.02.2005

DROGENSZENE Seit Montag ist der Karlsplatz zum Teil "Schutzzone". Mit dem Weltkulturerbe hat das aber diesmal nichts zu tun. 

Morgens um acht ist am Karlsplatz die Welt noch in Ordnung. Der Handel mit Drogen läuft eher schleppend bis gar nicht - die entsprechende Kundschaft ist noch nicht da. Dafür scheint an diesem Montag die Sonne, und die Jungmenschen, die die evangelische Schule dort besuchen, sind aus den Energieferien zurück. Aber spätestens bei Schulschluss sollten die Kids eigentlich etwas bemerken: Die Junkies und Drogenhändler vor ihrer Schule sind weg. Doch zu Mittag gibt es Schneegestöber - und da ist im Resselpark sowieso nichts los. Wieso auch, im Schnee?

  Jedenfalls sind die Schüler ab sofort vor allem Übel der Welt geschützt, denn seit Montag ist der Karlsplatz, seit Jahrzehnten auch Treffpunkt der Wiener Drogenszene, zum Teil zur "Schutzzone" erklärt, der ersten Österreichs übrigens.

  "Schutzzone" bedeutet, dass die Exekutive in so einem ausgewiesenen Bereich


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