VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 08/05 vom 23.02.2005

Am 9. März erscheint der Falter mit einer steirischen Ausgabe, die auch dem Wiener Falter beiliegt. Keine Angst, Sie sind nicht in der falschen Kolumne. Vor 20 Jahren stand Graz ebenfalls auf der Tagesordnung. Zum Beispiel berichtete ein gewisser "Dagobert Knauser" über die Wissenschaftsförderung des Landeshauptmanns. Knauser: "Es scheint, dass jede etwas bekommt, aber manche eben mehr als dieses etwas." Einige der Namen von mit "mehr als homöopathischen Dosen" bedachten Wissenschaftlern kennt man noch, so wurde die Habilitation eines Dr. Karner (heute Hofhistoriker des Ballhausplatzes) vom Landeshauptmann mit 50.000 Schilling gefördert.

Neben der Wissenschaft widmete sich die Grazer Redaktion der Bildung. Unterrichtsminister Herbert Moritz (SPÖ) besuchte in Graz eine alternative Mittelschule Graz/Reinthal, die offenbar vom Landesschulrat nicht besonders geschätzt wurde. Aber auch sein eigener Tross war entsetzt, als der Minister die Schule allein besuchte. Moritz' Resümee: Er gab bekannt, sich für die Verlängerung des Öffentlichkeitsrechts der umstrittenen Schule einzusetzen.

Riki Winter eröffnete eine Serie zum Thema "Grazer Schule". Diese spezifisch steirische Variante architektonischer Moderne richtete sich gegen die "Kumpanei zwischen Architekten und Auftraggebern" und führte zu erstaunlichen Resultaten, für die nur die Namen Domenig, Huth, Gieselbrecht oder Szyszkowitz/Kowalski genannt seien. A. T.


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