Es schneit

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 08/05 vom 23.02.2005

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Über den Zusammenhang von Politik und Meteorologie. Samt einem Ausflug in die Poesie der Flocken. 

Gibt es etwas Friedlicheres, als im Zimmer zu sitzen und den Schneeflocken zuzusehen, wie sie rieseln, während hinter einem der Kachelofen summt oder wenigstens die Zentralheizung säuselt? Nur der gemeine Redakteur wird dabei unruhig und denkt gleich weiter: Wird der friedliche Schneefall in Chaos münden, wird es zu einer Katastrophe kommen? Werden sie auf der Westautobahn ineinander hineindonnern und auf der Südautobahn stecken bleiben? Wie viele verrückte Tourengeher werden abzuschreiben sein? Und werden wir es kriegen, das ganz große Lawinenunglück?

Die Alarmistenfraktion in den Redaktionen greift beim Anblick von Flocken gleich zur Statistik, um nachzuweisen, dass das Eintreffen von Schneefall im Februar zwar dem langjährigen Schnitt entspreche, in seiner Ausgiebigkeit jedoch ungewöhnlich und daher im Vergleich der letzten Jahre alarmierend sei. Die


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